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So, da war er nun gekommen, der 14. 10. und wir wollten zu viert zur Hund und Pferd – Ausstellung mit dem Zug nach Dortmund fahren.
Erstmal musste ich vor dem Aufwachen aufstehen und das an einem Sonntag. Eike fuhr mich nach Bad Oeynhausen zum Bahnhof. Dort trafen wir ziemlich schnell auf Marion und Michael. Sarah wollte schon eine Station vorher einsteigen und schon im Zug sitzen, der uns nach Dortmund bringen sollte.
Also standen wir erstmal fröstelnd auf dem recht zugigen (man beachte die Doppeldeutigkeit – ich bin genial) Bahnsteig.
Schließlich kam ein Zug. Es war aber nicht „unserer“ wie unsere Gruppenchefin Marion sofort kundtat. Aber Sarah saß drin, winkte fröhlich und machte keine Anstalten auszusteigen. Sollten wir uns so geirrt haben? Ich versuchte verzweifelt die verflixte Zugtür aufzukriegen, aber der Zug fuhr schon wieder an.
Ungefähr 2,5 Sekunden später klingelte Marions Handy. Sarah! Sie war doch recht schnell davon zu überzeugen, dass sie im falschen Zug saß und wollte am nächsten Bahnhof zu uns stoßen.
Das hat dann auch tatsächlich geklappt. Ich denke wir lassen Sarah erstmal fertig studieren, und prüfen dann noch mal ihre Zugtauglichkeit.
Gott-sei-Dank mussten wir nicht umsteigen, wer weiß, wo wir gelandet wären. Am Dortmunder Hauptbahnhof haben wir erst Marions und Michaels Tochter nebst Sohnemann aufgegabelt und dann völlig fehlerfrei die richtige U-Bahn zu den Westfalenhallen bestiegen.
Endlich angekommen! Und was tut man, wenn man angekommen ist? Man (Mann) hat erstmal Hunger. Michael und Enkel mussten Bratwurst haben. Gut, Bratwurst gegessen und dann rein ins Getümmel.
Und das war ein Getümmel! Man hätte meinen können, da gibt es was umsonst. In der Eingangshalle haben wir uns getrennt. Familie Kutt ist zusammen losgeschossen und ich stürzte mich mit Sarah ins Gewühl. Das war auch gut so, wir hätten uns sowieso verloren.
Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit haben wir dann auch die für uns interessanten Hallen gefunden. Dabei haben wir ca. 5 km umsonst abgelaufen, da es ein wenig gedauert hat das Hallen-Wirrwarr zu durchschauen. Aber in der Richtung sind wir ja trainiert.
In den Verkaufshallen hatten wir stark den Eindruck in einer riesigen Fressnapf-Filiale gelandet zu sein. Es gab nicht viel, was wir noch nicht kannten oder etwa käuflich erwerben wollten. Man wurde erschlagen von diversen Trockenfutter-Anbietern und Straß-Halsband-Ständen.
Das war ein bisschen enttäuschend, waren wir doch mit dem festen Willen losgefahren unser Geld auch loszuwerden. Der Julius K9-Stand war besonders umlagert. In nächster Zukunft werden viiiiiiiieeeeele Hunde mit Geschirren mit Aufdrucken wie „Steuerzahler, Prinzessin, tut nix, Anfänger“ usw. rumlaufen.
Wir haben alle unsere Ellenbogen eingesetzt um wenigstens auch mal zu gucken. Sarah hatte auf einmal ein rechteckiges, wattiertes Teil in der Hand und fragte sich und mich, was das wäre. Wir wurden von umstehenden Fachleuten schnell aufgeklärt: da kann man den Arm reinstecken!!! Bäh, schnell weg damit. Wir ahnungslosen Softies.
Zwischendurch haben wir aber auch tolle Vorstellungen gesehen. Eine Dogdancing-Vorführung, eine Rettungshundestaffel und die Krönung war die Frisbee-Vorführung. Das war wirklich sehenswert und als Insider hat man ja eine leise Ahnung, welche Arbeit dahinter steckt. Hochachtung!
In den Ausstellungshallen waren wir natürlich auch, aber nur kurz. Das war dann auch nicht so unsere Welt und als wir die ersten Hunde gesehen haben, die in ihrer Not in die Gänge gesch… haben, wussten wir warum.
Teilweise haben wir es auch geschafft ein bisschen Geld auszugeben. Ich bin jetzt stolzer Besitzer eines kleidsamen Regenhutes, mein Tschibo-Hut hat mich neulich kläglich im Stich gelassen. Hannah darf in Zukunft auf Henne Berta rumkauen und Kaya auf Schweinchen Babe. Jule hat einen neuen Ball mit Griff (bzw. Biß) und gegessen haben wir gar köstlich (fettige Pommes, fettige Bratwurst und völlig geschmacksneutrale Pizza).
Etwas fußlahm haben Sarah und ich uns wieder mit dem Kutt-Clan vereint und sind noch mal durch die Hallen geschlendert, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.
Fast auf Anhieb haben wir den richtigen Bahnsteig gefunden, unser Zug hatte nur 19 Minuten Verspätung, war fast gar nicht voll – wir haben in einem überaus kuscheligen Fahrrad-Abstell-Abteil ein Plätzchen gefunden – und sind nach Hause geschaukelt.
Mein Fazit: ich weiß nicht, ob ich das noch mal haben muß
Aber jeder möge sich ein eigenes Urteil bilden
Katrin
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